White Nights: Road Games (2015) – Ein holpriger Start

Road Games, 2015 FR/GB — 95 Min — FSK: n.n.b. — Regie & Drehbuch: Abner Pastoll — Cast: Andrew Simpson, Joséphine de La BaumeFrédéric Pierrot, Barbara Crampton, Féodor Atkine, Pierre Boulanger — Verleiher: n.n.b. — Kinostart: n.n.b. — Webseite

Jack (Andrew Simpson) ist auf dem Weg nach Hause, und das schon eine ganze Weile. Der Brite treibt sich irgendwo in der Wildnis von Frankreich herum und wird schamlos von jedem Autofahrer übersehen, anstatt als Anhalter ein kleines Stück mitfahren zu dürfen. Zufällig trifft er auf seiner Reise auf die heimatlose Véronique (Joséphine de La Baume), und die beiden beschließen kurzerhand zusammen weiterzuziehen. Während sich zwischen ihnen direkt eine kleine Romanze entwickelt, schaffen sie es auch tatsächlich eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren, als der verschrobene Franzose Grizard (Frédéric Pierrot) anhält, um die beiden mitzunehmen. Während sich Jack über die neue Bekanntschaft freut, ist Véronique nicht gerade angetan. Sie spürt, dass der Mann etwas im Schilde führt.

Das Kino füllt sich, die Leute suchen sich langsam ihren Sitzplatz und die Veranstaltungsleiterin spricht noch ein paar letzte Worte, bevor sich der Vorhang öffnet und das Licht gedimmt wird. Die Fantasy Film Fest White Nights 2015 haben begonnen! Da Road Games sowohl englische als auch französische Dialoge hat, kommt es zu allgemeiner Verwirrung im Saal, als keine Untertitel mitlaufen. Nach etwa einer Viertelstunde läuft dann allerdings alles glatt. Solche kleinen technischen Aussetzer machen den Auftakt natürlich nicht kaputt, nein sogar etwas charmanter. Leider hilft das dem gezeigten Film nicht viel, denn Road Games ist wahrlich keine Festivalperle. Man darf sich wundern, wo bei diesem Reinfall die gute Kritik überhaupt herkommt.

Oberflächlich gesehen hört sich Road Games dank eines tollen Synthiesoundtracks verdammt gut an, und gut aussehen, das kann er auch, jedoch bröckelt die Fassade gewaltig, wenn man versucht sich weiter auf den Film einzulassen. Während Frédéric Pierrot, unter anderem bekannt aus der Serie „The Returned“, verdammt gut gefällt, sacken die anderen Darsteller im Vergleich sehr stark ab. Joséphine de La Baume ist noch ein kleiner Lichtblick, aber Hauptdarsteller Andrew Simpson und vor allem die wahnsinnig angestrengt überzogene und inkompetente Barbara Crampton schaffen es nicht sich gut zu präsentieren. Das Skript ist zudem unsagbar schlecht ausgearbeitet, vorhersehbar und ermüdend. Aufgebaut auf einem langweiligen Twist wirkt der Film seine gesamte Laufzeit über einfach nur konstruiert und unauthentisch. Gegen Ende setzt ein ungewohnter Humor ein, der dem Ganzen fast schon wieder einen Touch von „Seht nur, ich nehme mich selbst nicht ernst!“ gibt, leider ist es da aber auch schon zu spät.

Fazit

Daumen UntenWo fängt man da nur an und hört wieder auf? Road Games ist so einiges, gut ist der Film allerdings nicht. Schlechtes Schauspiel, dumm ausformulierte Dialoge und ein wahnsinnig lästig daherkommendes Skript verderben den Auftaktfilm leider gehörig. Das war wohl nix!

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