White Nights: February (2015) – Merkwürdig schön

February, 2015 US/CA — 93 Min — FSK: n.n.b. — Regie & Drehbuch: Osgood Perkins — Cast: Emma Roberts, Kiernan Shipka, Lucy Boynton, Lauren Holly, James Remar, Greg Ellwand — Verleiher: n.n.b. — Kinostart: n.n.b. — Webseite

Anthony Perkins (Psycho) Sohn Osgood Perkins gibt mit February sein Spielfilmdebüt als Regisseur und Drehbuchautor ab. Im Film geht es um eine streng katholische Mädchenschule, die ihre Schülerinnen gerade in die Winterferien schickt. Zwei Mädchen bilden allerdings einen Sonderfall: Die Eltern von Katherine (Kiernan Shipka) und Rose (Lucy Boynton) sind nicht zu erreichen, und so müssen die beiden vorerst auf dem Internat bleiben. Immer häufiger geschehen seltsame Dinge auf der Schule, und während Rose die Einsamkeit zu genießen scheint, wird Katherines Verhalten immer eigenartiger.

February stieß bereits auf so einige geteilte Meinungen, doch was man dem Film auf keinen Fall absprechen kann, ist seine überaus dichte Atmosphäre. Jede Szene, jedes Geräusch und jede Kameraeinstellung wirken bedrohlich auf den Zuschauer und lassen die Anspannung weiter steigen. Mit vielen stylishen Kniffen wird der Film so zu einem optisch bahnbrechenden Erlebnis, das wunderbar in Szene gesetzt ist. Die Jungdarsteller Kiernan Shipka, Lucy Boynton und auch Emma Roberts überzeugen auf ganzer Linie und fügen sich nahtlos in den Film ein.

Ein Problem: Osgood Perkins Vision des Films legt keinerlei Wert darauf Erklärungen zu liefern, oder dem Zuschauer dabei zu helfen seinen Plot zu verstehen. Was schnell als wirrer Quatsch abgestempelt werden kann entwickelt sich zu einem Film, der durchaus auch seine vorhersehbaren Stellen hat, der aber auch gekonnt subtil mit ihnen umgeht und genau weiß, wann er dem Zuschauer wie viel präsentieren will. Die Szenen, in der der Film dann wirklich Richtung Horror abdriftet wirken manchmal etwas deplatziert, dennoch funktioniert das Gesamtwerk.

Fazit

Daumen Schräg HochFebruary lebt vor allem von seinen wunderschönen Bildern und der greifbaren Spannung, die in der Luft liegt. Zwar liefert der Film wenig Erklärungen, doch fügt er sich gut in sein eigenes kleines Universum ein und weiß den Zuschauer zu verführen, mit ihm zu kommen.

 

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