Horns (2013) – Was zum Teufel? (DVD)

Horns, 2013 CA/USA — 120 Min — FSK: ab 16 Jahren — Regie: Alexandre Aja — Drehbuch: Keith Bunin — Cast: Daniel Radcliffe, Juno Temple, James Remar, Max Minghella, Joe Anderson, Kathleen Quinlan, David Morse — Verleiher: Universal Pictures International Germany GmbH — Erscheinungsdatum: 17.12.2015 — Webseite

Ig Perrish (Daniel Radcliffe) ist extrem verzweifelt, denn er weiß nicht, ob er seine große Liebe Merrin (Juno Temple) im Suff umgebracht hat oder nicht, denn er kann sich an nichts mehr erinnern und alle Beweise sprechen gegen in. Doch tief im Innern weiß er, dass er zu so einer Gräueltat eigentlich nicht fähig ist, und dass jemand anders der Mörder sein muss. Lee (Max Minghella) ist Igs bester Freund und gleichzeitig sein Anwalt. Er will ihn gerichtlich verteidigen und auch sein Bruder Terry (Joe Anderson) glaubt, dass Ig kein Mörder ist, und steht ihm in dieser schweren Zeit bei. Nachdem eine Trauerfeier für seine Freundin abgehalten wurde, auf der er als angeblicher Mörder unerwünscht war, wacht er am nächsten Morgen auf und muss feststehlen, dass ihm Hörner auf dem Kopf gewachsen sind. Schnell merkt er, dass ihm diese Hörner nicht nur optisch verändert haben, er hat plötzlich auch die Fähigkeit entwickelt, dass ihm alle Menschen mit denen er redet die Wahrheit sagen müssen, egal wie verletzend diese manchmal ist. Zudem entdeckt er, dass er Menschen Befehle auftragen kann, die diese dann gegen ihren Willen ausführen. Das klingt nicht nur nach teuflischen Fähigkeiten, das sind auch teuflische Fähigkeiten. Und mit diesen beschließt Ig jetzt den Mörder seiner Freundin zu finden.

Horns schafft den Genrespagat nicht perfekt, aber dhorns35-1ennoch überraschend gut, und bildet einen schönen Mix aus Horror, Comedy und Drama. Besonders der Humor überrascht und funktioniert in vielen Momenten echt gut. Außerdem ist der Film sehr stimmungsvoll gedreht, hat tolle Bilder, die auch durch eine grandiose Musikauswahl perfekt ineinandergreifen. Die Anspielungen, die auf die Figur des Teufels gemacht werden, sind subtil und gekonnt in Szene gesetzt, zudem schafft es der Film nie zu langweilen, unter anderem, weil Igs Fähigkeiten Horns schon fast zu einem kleinen Superheldenfilm machen, ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hier steht es auf der Pro-Seite.

Schlecht ist dagegen, dass Horns im Grunde genommen dann doch „nur“ eine Teenieliebesgeschichte ist. Eigentlich wurde diese an sich auch ganz gut erzählt, aber hat sie ein Ende, das schon mehr als nur fragwürdig ist. Der Film sagt nämlich im Grunde aus, dass Selbstmord in einen ganz gewissen Fall wirklich die Lösung für ein Problem sein kann (auch wenn es danach klingt, das war kein Spoiler!). Ig ist in zwei Szenen des Films, unverhältnismäßig böse, auf die entsprechenden Szenen wird aber kein wirklicher Bezug mehr genommen, sodass der Film im Grunde sagt „Okay, so löst man Probleme!“, was man so natürlich nicht tun sollte. Was man auch definitiv bemängeln kann, ist, dass der Twist, der einem versucht wird zu verkaufen, so simpel und vorhersehbar ist, dass man sich als geneigter Zuschauer echt fragen muss: „Echt jetzt? Geht das nicht ein bisschen smarter?“

DVD-Extras

7720

Zur DVD-Veröffentlichung gibt es leider nichts mehr von uns aus zu sagen, auf dem Rezensionsexemplar lag uns nur der Film vor.

 

 

 

Fazit

Daumen Mitte

Wenn man das unmoralische Verhalten des Films beiseiteschieben kann, wird man mit Horns immer noch einen tollen Genremix erleben, der einen gut unterhalten wird.

Trailer

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