The Forest (2016) – Suizid-Wäldchen!

 

The Forest, 2016 USA — 88 Min — FSK: ab 16 Jahren — Regie: Jason Zada — Drehbuch: Ben Ketai, Nick Antosca, Sarah Cronwell — Cast: Natalie Dormer, Taylor Kinney, Eoin Macken, Yukiyoshi Ozawa, Rina Takasaki, Niriko Sakura — Verleiher: Splendid / Tobis — Kinostart: 04.02.2016 — Webseite

Sara (Natalie Dormer) ist verzweifelt: Ihre Zwillingsschwerster ist, nachdem sie in Japan in einen Wald gegangen ist, spurlos verschwunden. Aber nicht in irgendeinen Wald, sondern in den Aokigahara-Wald. In diesen Wald gehen Menschen, wenn sie Selbstmord begehen wollen. Sara, die es, wie sie sagt, spüren würde, wenn ihre Schwester tot wäre, macht sich sofort auf den Weg nach Japan, um ihre Schwester zu suchen und sie daran zu hindern Suizid zu begehen. Doch als sie den Selbstmordwald zum ersten Mal betritt, merkt sie schnell, dass sie mit ihren eigenen Dämonen kämpfen muss, um ihre Schwester zu finden. Wie das alles ausgeht, erfahrt ihr in The Forest.

the-forest-2015-film-rcm1200x627uDas Regiedebüt von Jason Zada hat auf jeden Fall ein paar richtig gute Ansätze zu bieten, die nicht unbeachtet bleiben sollten. Was man The Forest auf jeden Fall zugutehalten muss, ist, dass sein Plot so interessant wirkt, dass er einen den ganzen Film gut an der Stange halten kann. Natalie Dormer, die in The Forest nun auch endlich mal eine Hauptrolle in einem Kinofilm übernehmen darf, spielt auch sehr glaubwürdig und gleichzeitig sympathisch. Einige Schauwerte kann man den Film auch in Sachen Kameraführung und Landschaftsaufnahmen zusprechen.

Wen man The Forest dann mal gesehen hat, fallen einem aber auch einige Schwachstellen auf, oder eher gesagt sie springen einem direkt ins Gesicht. Die Rede ist von Jumpscares, die in Hollywood ja seit ein paar Jahren schon fast zum guten Ton in Horrorfilmen gehören und richtig eingesetzt sollte man das Stilmittel ja auch nicht schlecht finden. The Forest hat aber gerade mal einen richtig gut eingesetzten Jumpscare, die gefühlt 10 anderen erfüllen dabei leider storymäßig keinen Zweck und wirken nicht nur unpassend, sondern sind nur Lückenfühler um das junge Publikum zu beeindrucken. Gerade dieser Überfluss an Jumpscares hinterlässt den Eindruck, als hätte der Regisseur kein Vertrauen in sein Drehbuch gehabt und wollte es damit ausbessern. Doch leider erzeugt diese Entscheidung genau das Gegenteil beim geneigten Zuschauer. Man hat so gut wie keine Chance mit der Protagonistin gefühlsmäßig mitzufiebern, weil einem alle 10 Minuten etwas ins Gesicht springt und so bleibt auch der erhoffte Grusel aus, der sicher ohne diese Designentscheidung entstanden wäre.

Fazit

Daumen MitteDie Geschichte kann den Zuschauer gut bei Laune halten, aber die vielleicht erhoffte Horroroffenbarung ist The Forest auf keinen Fall. Dafür legt sich der Film selbst zu viele Steine in den Weg.

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