Fantasy Filmfest Nights 2016 – Vorschau

header nights 16Guten Tag liebe Filmfreaks! Es geht wieder los, die Fantasy Filmfest Nights 2016 stehen vor der Tür! Ich freu mich schon wie ein frisch paniertes Schnitzel auf das Filmevent, haben mir ja schon die letzten White Nights und die Berlinale mächtig Spaß gemacht. Hier werde ich jetzt erst einmal alle Filme kurz für euch auflisten und meine Meinung knapp und bündig abgeben (Hardcore liste ich nicht auf, weil er nur in München läuft und meiner Meinung nach nicht wirklich zum Festivalprogramm der Nights gehört):

Emelie

emelie fffEinen guten Babysitter zu finden ist schwer, und noch schwerer ist er zu ersetzen. Die Thompsons wissen ein Lied davon zu singen. Fast wäre ihr gemeinsamer Abend ruiniert, als das Kindermädchen für ihre drei ziemlich anstrengenden Kids kurzfristig absagt. Da erscheint Anna als rettender Engel in letzter Sekunde und mit warmen Empfehlungen. Sie wirkt aufgeschlossen und scheint auf Anhieb mit Jacob, Sally und Christopher gut zurechtzukommen. Doch kaum sind die Eltern weg, bekommen die drei zu spüren, dass mit der jungen Frau etwas ganz und gar nicht stimmt!

In der Kritik kommt der Film leider nicht gut weg, doch die kleinen unbekannten Filme auf den Festivals sind ja immer für eine Überraschung gut.

Green Room

GREEN ROOMSie nennen sich „The Ain‘t Rights“ und sind chronisch pleite. Als der jungen Punkband mal wieder ein Auftritt durch die Lappen geht, zieht ein befreundeter Journalist mittels familiärer Beziehungen einen neuen Gig an Land. Aber was Tiger, Sam, Pat und Reece im hintersten Winkel von Oregon erwartet, hatte keiner von ihnen kommen sehen. Zwar liefern die Musikfreaks ein glänzendes Livekonzert vor einer angetrunkenen Horde hinterwäldlerischer Neonazis ab, doch als sie von der Bühne geradewegs in einen barbarischen Mord stolpern, findet sich die hoffnungsfrohe Band urplötzlich von allen Seiten belagert im „Green Room“ wieder. Um die Nacht zu überleben, müssen sie bis an ihre Grenzen gehen – und darüber hinaus. Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Schmerz wird ihre Waffe. Blut wird fließen. Und am nächsten Morgen werden nur noch wenige übrig sein

Patrick Stewart als Nazianführer in einem blutigen Horrorkammerspiel? Fuck Yeah! Green Room vom Regisseur von Blue Ruin (Jeremy Saulnier) ist einer der großen Filme auf den Nights und man sollte ihn sich sicher nicht entgehen lassen. Noch besser: Die amerikanischen Zeitungen lieben den Film!

High-Rise

Hochgeschwindigkeitsaufzüge, Supermärkte, Fitness-Studios und sogar ein Schwimmbad: Diesen Hochhauskomplex müsste kein Mensch wieder verlassen – findet sich hier doch alles, was das Herz begehrt, auf effektiv gestaltetem, perfekt designtem Raum. Als Dr. Robert Laing in eines der Luxusapartments im 25. Stock zieht, ist er eigentlich auf der Suche nach einem Neuanfang und ein bisschen Anonymität. Doch als er in das gesellschaftliche Leben des High-Rise eintaucht, verändert sich sein Leben: Cocktailpartys, Squashduelle und sexuelle Gefälligkeiten stehen von nun an auf der Tagesordnung. Als der Spaß auszuschweifen beginnt, außer Kontrolle gerät und gar Todesopfer fordert, droht der Luxustempel in Anarchie zu verfallen. Was auf Laing bis dahin wirkte wie ein absurder Traum wird zum düsteren Albtraum.

Eine stylish düstere Dystopie.Geschichte mit Tom Hiddleston in der Hauptrolle. High-Rise wird ziemlich sicher ein sehenswertes Erlebnis!

The Lobster

Irgendwann in naher, recht unerfreulicher Zukunft: Das Leben als Single ist unakzeptabel. Nachdem ihn seine Frau verlassen hat, findet sich unser Protagonist David folgerichtig in einem abgetakelten Luxushotel wieder, in dem ihm 45 Tage gewährt werden, um unter den Gästen eine neue Partnerin zu finden. Gelingt dies nicht, droht die umgehende Verwandlung in ein Tier seiner Wahl und die anschließende Aussetzung im nahen Wald. Eigentlich hat sich David schon mit seinem Schicksal als zukünftiger Hummer abgefunden, doch draußen in der Wildnis leben die gesetzlosen Loner, deren Auffassung von Partnerschaft eine völlig andere ist. Zwar werden sie von den Hotelgästen kaltblütig gejagt und erschossen, aber als David sich plötzlich in ihrer Mitte wiederfindet, nimmt eine groteske Romanze ihren Lauf …

The Lobster hat vor allem einen großen Vorteil, seine Prämisse hört sich verrückt und wahnsinnig interessant an. Die bisherigen Stimmen zum Film waren alle sehr positiv, deswegen sollte man auch hier von einem kleinen Festivaljuwel ausgehen können.

Moonwalkers

moonalkers fffEine bessere Geschichte werdet ihr für längere Zeit nicht hören: Ein traumatisierter, gewalttätiger Vietnam-Veteran (Ron Perlman) wird vom CIA mit einer heiklen Mission betraut. Er soll 1969 nach London reisen, um Stanley Kubrick zu rekrutieren. Der Regisseur ist gerade durch 2001: A SPACE ODYSSEY in aller Munde und soll nun für die Amis eine Mondlandung inszenieren, falls die echte Apollo-Mission scheitert. Durch eine Verwechslung geraten Perlman und sein prall gefüllter Geldkoffer allerdings an den erfolglosen Bandmanager Jonny (Harry-Potter-Sidekick Rupert Grint) und einen Haufen dysfunktionaler, dauerbreiter Hippies. Es hilft nix: die Apollo-Mission rückt dem Mond immer näher und die schrille Zweckgemeinschaft muss die filmische Fälschung irgendwie auf die Beine stellen …

Auch die Prämisse von Moonwalkers hört sich super an, doch die Kritiken sind zermürbend schlecht und lassen ahnen, dass hier nicht viel hinter der Fassade steckt. Trotzdem sicher einen Blick wert.

Pandemic

pandemic fffIn einer Militärbasis am Rand von L.A. wird fieberhaft nach einem Stoff gesucht, das tödliche, die Weltbevölkerung dahinraffende Virus im letzten Moment doch noch einzudämmen. Da die Mutation in Phasen verläuft, sind Infizierte und Nichtinfizierte nicht immer leicht zu unterscheiden. Dr. Lauren erhält die Mission, einem Notsignal nachzugehen und mitten in der zerstörten Metropole nach Überlebenden zu suchen. Drei Dinge sollen bei der Rettungsaktion für das Team (mit dabei Alfie Allen aus GAME OF THRONES) oberste Priorität haben: das Leben Laurens als letzte Ärztin in der Basis, die hundertprozentige Gesundheit der Geretteten und das strikte Verbot, irgendwelche privaten Interessen bei der Operation zu verfolgen. Rein, raus, lautet die Devise. Wie fast unmöglich diese Aufgabe ist, zeigt sich allerdings schon beim Verlassen der geschützten Zone durch die mit Horden von Zombies infiltrierte Schleuse …

Das Spannende an Pandemic ist vor allem, dass ihn noch kaum Leute gesehen haben (unter 100 Bewertungen auf IMDb) und somit noch keine vorgegebene Meinung zu dem Film existiert. Zeit sich eine zu bilden!

The Survivalist

Die Welt ist am Ende. Schwindende Ressourcen haben die Erdbevölkerung dezimiert, und die wenigen Überlebenden kämpfen auf sich allein gestellt um jeden neuen Tag. Irgendwo in Nordirland hat sich einer von ihnen ein ärmliches Refugium erschaffen. Tief im Wald versteckt haust der Einsiedler in einer Hütte und ernährt sich von dem, was ihm sein zerzaustes kleines Feld liefert. Die feindselige Außenwelt hält er sich entschlossen mit Gewehr und raffinierten Fallen vom Leibe. Doch eines Tages steht die ältere Kathryn mit ihrer Tochter Milja vor seiner Tür und bittet um Schutz. Damit beginnt ein nervenzerreißendes Katz-und-Maus-Spiel voller Misstrauen und Angst. Und obwohl sich in dieser mitleidlosen Welt jeder selbst der Nächste ist, müssen die drei bald feststellen, dass die Paranoia unter dem gemeinsamen Dach immer noch besser ist als das, was draußen auf sie lauert …

The Survivalist wäre noch ein weißes Blatt Papier, wäre er nicht sogar für einen BAFTA Film Award nominiert worden. Stephen Fingletons Regiedebüt soll kein schlechter Film sein und mit einigen schönen Kamerafahrten trumpfen können.

Veteran

veteran fffGeld regiert die Welt. Mit Macht, Stellung und Einfluss kommen die Großen mit jedem widerwärtigen Verbrechen davon. Doch einer hat von diesen Machenschaften die Nase gestrichen voll: Do-cheol Seo, einer der letzten aufrechten Cops in der Metropole Seoul. Er will aufräumen mit Bestechung, Erpressung, mundtot gemachter Presse und halbseidenen Deals hinter verschlossenen Türen! Als ein befreundeter Truckfahrer vermeintlich selbst verschuldet fast zu Tode kommt, hat Seo seine Nemesis gefunden: Tae-oh Jo, Sprössling eines milliardenschweren Familienimperiums. Seos persönliche Vendetta ohne Rücksicht auf Karriere und Familie wird weit mehr in den Abgrund reißen als nur den sadistischen Industriellensohn.

Koreanische Thriller und Rachefilme sind schon lange in aller Munde, auch Veteran könnte wieder einmal einer der starken Sprösslinge der südkoreanischen Filmindustrie sein. Jedoch gibt es auch zu diesem Film noch nicht viele Stimmen und man sollte jetzt vielleicht kein Epos à la Oldboy erwarten.

What We Become

what we become fffNoch ist alles friedlich in der dänischen Vorstadtsiedlung Sorgenfri. Noch! Denn schon bald brechen Chaos und Wahnsinn über die Vorgärten herein, in Form eines rasend schnell um sich greifenden Virus, der vor nichts Halt macht. Nicht vor Nachbarn, nicht vor Freunden, nicht vor Familienmitgliedern. Die Staatsgewalt handelt sofort und riegelt die Häuser hermetisch ab. Drinnen sind die Menschen auf sich selbst zurückgeworfen. Draußen breitet sich die Seuche unaufhaltsam aus. Dafür sorgen die schlurfenden, kratzenden und vor allem beißenden Wirtsträger.

Juhu, noch ein Zombiefilm! Die dänische Filmfabrik ist genial, doch ob What We Become gut sein wird? Man sollte ihm auf jeden Fall eine Chance geben, in dem Glauben, dass er vielleicht ja gar nicht mal schlecht ist.

The Witch

the witch fffNeuengland um 1630. Gerade erst ist der strenggläubige William mit Frau und fünf Kindern in der Neuen Welt angekommen, schon wird er mit seiner Familie aus der Kolonie-Gemeinde ausgestoßen. Mit bedrohlichem Knarren schließt sich das Tor hinter dem stolzen Fundamentalisten und lässt die sieben einsamen Seelen in die unerforschte Wildnis des neuen Kontinents ziehen. Am Rand eines dunklen Forsts findet die Familie einen Ort, um neu anzufangen, doch das Glück ist nicht von Dauer: Die Ernte verdirbt, das Vieh verhält sich seltsam und während eines harmlosen Spiels verschwindet Williams jüngstes Kind auf mysteriöse Weise. Mit der Suche nach dem Baby beginnt eine Reihe verstörender Vorfälle, in deren Verlauf der Wahnsinn schleichenden Einzug in die kleine Gemeinschaft hält. Gefangen in Isolation und Aberglauben entscheidet sich das Schicksal der Familie in einem wirbelnden Chaos aus Gewalt und Irrsinn …

Auf The Witch sollte man gefasst sein. Robert Eggers‘ Regiedebüt, mit dem er den Regiepreis beim Sundance Film Festival gewann, muss wohl richtig stark sein und zudem auch noch einer der besten Schocker des Jahres. Schon seit dem Trailer vor ein paar Monaten ein absoluter Festivalfavorit.

Diese Kritiken erwarten euch:

Nachdem ich euch alle Filme aufgelistet habe, hier was euch an Reviews erwartet. Wir stehen für ganze fünf Filme auf der Gästeliste, zu diesen wird es dann auch ausführliche Kritiken geben. Die Filme sind:

The Witch
The Survivalist
Green Room
Pandemic

Ich hoffe, ihr seid genauso gespannt wie ich und freut euch mit mir auf die Fantasy Filmfest Nights 2016!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s