High-Rise (2015) – 70% Anarchie

High-Rise, 2015 BE/GB — 112 Min — FSK: ab 16 Jahren — Regie: Ben Wheatley — Drehbuch: Amy Jump — Cast: Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller, Luke Evans, James Purefoy, Elisabeth Moss — Verleiher: DCM Film Distribution — Kinostart: 30.6.2016 — Webseite

Arzt Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) zieht in eine neue Wohnung um, aber nicht in irgendeine x-beliebige Wohnung, nein, sondern in den Hochhausneubau des Architekten Royal (Jeremy Irons). Angekommen in seiner neuen Behausung muss Robert bald feststellen, dass die Menschen im Hochhaus langsam aber sicher ihren Lebensstil komplett ändern. So hören sie nicht nur auf zu arbeiten und verlassen das Haus so gut wie gar nicht mehr, auch fangen sie langsam an sich zu radikalisieren und Anarchie findet Einzug ins Gebäude. Das alles findet hinter der Kulisse einer dystopische Zukunft statt, die sehr stark von den 70er und 80er Jahren geprägt zu sein scheint.

High-Rise kann man definitiv einen gewissen Sog nicht absprechen. Das liegt vor allen an den toll inszenierten Arthausbildern, die Fans dieses Genres hellauf begeistern werden. Auch schauspielerisch ist der Film sehr stark, gerade Luke Evans stich als verrückter Nachbar von Robert sehr stark aus der Masse hervor. Storytechnisch gesehen ist die Geschichte sehr interessant, doch leider hat der Film gerade auch dort seine größten Schwächen, was vor allem den Erzählstil angeht.

Wen man High-Rise nämlich auf seinen Erzählstil herunterbrechen würde, wäre der Film eine einzige Katastrophe. Hier wurden Entscheidungen getroffen, die man als Zuschauer nur schwer nachvollziehen kann. Wo die ersten 30% des Filmes noch das interessante Leben in einem Hochhaus zeigen, beschränken sich die anderen 70% auf Anarchie und Chaos. Als Zuschauer wünscht man sich einen Tausch dieser beiden Teile. Nicht nur, dass sich der Film durch diese Entscheidung unfassbar in die Länge zieht, nein auch die Kernaussage des Films, die in den ersten 30% manifestiert wird, beginnt mit der Zeit in sich zusammenzubrechen.

Fazit

Daumen MitteHigh-Rise ist ein Film, der definitiv sowohl seine Fans als auch seine Feinde haben wird. Um sich für ein Lager zu entscheiden, sollte man ihn aber gesehen haben.

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